Stichwort: Reparaturen

3. August 2019

Ist die Uhr noch dicht?

Wer sich im Sommer gerne abkühlt, sollte überprüfen wie dicht seine Uhr wirklich ist. Ansonsten kann ein Sprung in das Meer oder den Badesee sehr schnell zu einem teuren Ereignis werden. Der Begriff „Wasserdicht“ ist bei Uhren sehr verwirrend und sagt nicht besonders viel aus. Wie Dicht deine Uhr genau ist und wie das Prüfverfahren funktioniert, werde ich dir in diesem Artikel erklären.

Wasserdichte Uhren Basel

Was bedeutet die Wasserdichte in ATM?

Die meisten Hersteller geben die Wasserdichte in ATM an. In dieser Tabelle kannst du herauslesen, was diese Angaben bedeuten und für welche Situationen die jeweilige Uhr geeignet ist.

ATM Wasserdichte in Meter Spritzwasser Regen Abwaschen Baden Schwimmen Tauchen Professionelles Tauchen
3 ATM ~ 30 m Ja Ja, aber langsam testen Nein Nein Nein
5 ATM ~ 50 m Ja Ja Nein Nein Nein
10 ATM ~ 100 m Ja Ja Ja Nein Nein
20 ATM ~ 200 m Ja Ja Ja Ja Nein
30 ATM ~ 300 m Ja Ja Ja Ja Ja

Ist keine Wasserdichte angegeben, kann sogar Spritzwasser in die Uhr eindringen und sie im schlimmsten Fall beschädigen. Die Angabe der Wasserdichte in Meter bedeutet nicht die wirkliche Tauchtiefe. Beispielsweise hält eine Uhr mit 100 Meter Wasserdichte nicht wirklich den Druck bei einer Wassertiefe von 100 Metern aus. Dieser Wert entspricht dem Prüfdruck, der bei perfekten Laborbedingungen gemessen wurde. Aus persönlicher Erfahrung empfehle ich eine Sicherheit von ca 20 %. Also sollte man mit einer 100 Meter wasserdichten Uhr nicht tiefer als 80 Meter tauchen.

Wie wird eine Uhr Wasserdicht und wie wird die Dichte geprüft?

Um eine gewisse Wasserdichte zu erreichen, wird die Uhr wie der Name schon sagt verdichtet. Bekannte Problemzonen sind das Glas und die Drücker. Um das Eindringen des Wassers zu verhindern, verwenden die Hersteller spezielle Dichtungen und Dichtungsringe. So wird die Uhr luftdicht verschlossen und das Wasser kann nicht in die Uhr eindringen.

Bei dem Prüfverfahren wird die Uhr in ein elektronisches Messgerät gelegt. Mit diesem Gerät wird die Uhr dann auf Über- und Unterdruck geprüft. Sind die Ergebnisse gut, wird die Uhr verkauft oder zu ihrem Besitzer zurück gesendet. Bei älteren Uhren kann es oftmals passieren, dass die Prüfung negativ ausfällt. Der Grund dafür liegt meistens an den Dichtungen, denn diese werden durch die Sonneneinstrahlung und nach langer Zeit spröde und brüchige.

Wasserdichte der Uhr prüfen

Das oben erwähnte Prüfverfahren stellt sicher, dass die Uhr länger lebt.  Doch die Wasserdichte ist vergänglich. Nach einigen Jahren muss die Uhr öfter überprüft werden. Teure und wertvolle Uhren solltest du deshalb einmal pro Jahr überprüfen lassen. Frage einfach den Händler deines Vertrauens, ob er die Wasserdichte prüft. Manche Anbieter wechseln dann bei Notwendigkeit die Dichtungen und Drücker aus, so dass die Uhr wieder richtig abgedichtet ist.

Feuchtigkeit am Uhrenglas?

Vor allem im Sommer kann es oftmals passieren, dass das Uhrenglas anläuft und von innen beschlägt. Falls das mit deiner Taucheruhr passieren sollte, musst du dir aber keine Sorgen machen. Bei hohen Temperaturen verdunstet Wasser im Innenraum der Uhr. Kleine Wassermengen sind ganz normal und man kann auch kaum etwas dagegen unternehmen. Kleine Wassertropfen und ein beschlagenes Uhrenglas bedeuten aber nicht, dass die Uhr nicht mehr dicht ist.

Wie immer gilt auch hier: Vorsicht ist besser als Nachsicht. Taste dich langsam mit deiner Uhr an gewisse Situationen heran.

#Taucheruhren